t.i.m.e.Port II, Bremerhaven

Aufgabe

Seit geraumer Zeit konzentrieren sich in Bremerhaven TIME-Unternehmen mit einem breit gefächerten Leistungsspektrum: Telekommunikation, Informationstech­nologie, Multimedia und Entertainment. Time Port Bremerhaven hat sich zum Ziel gesetzt Strukturen und Einrichtungen für diese Unternehmen bereit zu stellen. In dem geplanten Neubau werden Infra­strukturen und flexibel zu nutzende Büroflächen angeboten werden, die dem steigenden Bedarf an Räumen für solche Gründerfirmen gerecht werden.

Städtebau

Die Neubaumaßnahme des t.i.m.e.Port bildet den Startbaustein der neuen kajenbegleitenden Bebauung. Es wurde ein Bautypus entwickelt, der reproduzierbar ist und so zur Entwicklung eines homogenen, qualitätsvollen Stadtquartiers beitragen kann. Die durchlässige Bebauungsstruktur ermöglicht Blickbeziehungen und der Hafen-Flair bleibt bis an die heutige Hafenkante erhalten und erlebbar.

Um dem südlich angrenzenden Lloydplatz in Anbetracht der Weite des Verkehrsraumes auf der einen und des Hafenbeckens auf der anderen Seite die notwendige städtebauliche Fassung zu geben, wird durch die Gebäudestellung und Ausformung eine lange und ruhige Platzfassade erzeugt. Ein mehrgeschossiger Einschnitt auf Höhe der Obergeschosse unterstützt die städtebauliche Geste der Aufweitung der Straßenflucht am Platz und gibt diesen durch die Öffnung zum Wasser eine Richtung.

Architektur

Ziel des Entwurfes ist es, neben einer klaren und attraktiven Integration des Gebäudes in das maritime Umfeld durch die Entwicklung einer optimalen Grundrisstypologie dem Gebäude und seinen Gewerbeeinheiten für die Zukunft eine große Nutzungsvariabilität zu ermöglichen.

In der Sockelzone werden alle öffentlichkeitswirksamen Einrichtungen, wie eine Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche mit Cateringpoint und abtrennbaren Konferenzräumen vorgesehen.

Die Obergeschosse bleiben den Gründerfirmen vorbehalten. Der überwiegenden Anzahl der Einzelbüros wird direkter Seeblick ermöglicht und diesen eine großzügige Erschließungs-, Kommunikations- und Kooperationszone mit Blick auf den Hafen vorgelagert.

Material

Das Baugrundstück bildet mit den angrenzenden Erweiterungsflächen einen Bebauungsstreifen, der historisch durch die Hafennutzung geprägt war und sich dadurch in seiner baulichen Struktur von der geschlossenen Bebauung der Stadt abhob.

Das maritime Ambiente findet Unterstützung durch ein Materialkonzept, das typisch städtische Materialien (Backstein, Putzfassade, Beton) vermeidet und stattdessen hafentypische Materialien, wie Holz, Metallplatten evtl. Kupfer vorsieht.

Ein überwiegend dunkles Fassadenmaterial unterstützt das „Herausleuchten“ des Innenraumes und unterstreicht die differenzierte Gestaltung von Innenraum (helle, warme Materialien/feine Detaillierung) und Gebäudehülle (dunkles, glattes Material/in flächiger, gröberer Detaillierung).